Julia Ihlenburg
Während meines künstlerischen Prozesses versuche ich Dinge zu reflektieren und zu verknüpfen, dabei bilde Menschen nicht bloß ab, sondern breche klassische Porträts auf, um sie in Bezug zu eigenen Erfahrungen, gesellschaftlichen Diskursen und liberalen Werten zu setzen. Dabei prallen harte, farbintensive Farbflächen auf offene, gekritzelte Linien. Diese bewusste zeichnerische Offenheit abstrahiert das Individuum und macht die Figuren universell austauschbar – sie fungieren als Projektionsflächen für eigene Gedanken. Es entsteht ein Spiel aus harten Kontrasten, ein Netz aus Verweisen und Details, die ein aufmerksamen Auge bedürfen.
"Die Art, wie sie Kontakte, Kommunikation oder auch Auseinandersetzungen verarbeitet, ist geprägt von skizzenhafter Frische und der Freude am gelösten Experimentieren."
(DIE REINPFALZ, Sigrid Ladwig, 02. Mai 2024, "Präsentation "#figürlich" in der ehemaligen Synagoge")
"Sie sei zwar noch mittendrin im Studium, doch lasse „ihr interessanter Ansatz“ bereits jetzt erahnen, dass sich diese gut weiterentwickeln. (...) Sie habe mit ihren Arbeiten auf teils ungewöhnlichen Untergründen wie ausrangierten Landkarten oder Verkehrsschildern „ein interessantes Wechselspiel zwischen Farbflächen, angebrachten Klebestreifen, Sprühfarbe sowie Pinselzeichnungen in interessanter Perspektive“ erschaffen. Überdies haben Ihlenburgs Arbeiten durch die Verwendung von Neonfarben „eine sehr zeitgemäße Optik“."
(DIE REINPFALZ, Christian Berger, 15. Okt 2024, "Aufläuchten" im Herrenhof in Mußbach.")
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